Informationen, Arbeitshilfen und Software für ehrenamtliche Betreuer
Vielfältige Informationsmaterialien
Insbesondere die Justizministerien der verschiedenen Bundesländer, die Betreuungsgerichte und
Wer suchet, der findet. Auch im Internet. Geminfrei / Pfarrbriefservice
Fachverlage, aber auch Träger der freien Wohlfahrtspflege und Privatleute stellen im Internet vielfältige Informationsmaterialien zur Verfügung, mit denen ehrenamtliche Betreuerinnen und Betreuer ihr Wissen vertiefen oder nützliche Tipps für ihre Betreuungsaktivitäten erhalten können.
Klare Aussagen zu Rechten und Pflichten ehrenamtlicher Betreuer/innen treffen die Merkblätter der Betreuungsgerichte. Hier ein Link zum Betreuungsgericht Nördlingen, das eine Reihe von Merkblättern übersichtlich auflistet:
https://www.justiz.bayern.de/gerichte-und-behoerden/amtsgerichte/noerdlingen/verfahren_04.php
Das Betreuungsrecht
Speziell auf das Betreuungsrecht geht die 62-seitige Broschüre Das Betreuungsrecht des Bayerischen Staatsministerium der Justiz ein. Auch an Informationen in leichter Sprache wurde mit der Broschüre Das Betreuungs-Recht in Leichter Sprache gedacht. Beide Broschüren können Sie im Broschüren-Portal herunterladen oder bestellen: https://www.bestellen.bayern.de/
Leichte Sprache?
Betreuer/innen, die sich mit der "Leichten Sprache" vertraut machen möchten oder nach Erklärungen in Leichter Sprache zu allerlei Themen rund um die rechtliche Betreuung suchen, können sich in folgender Materialsammlung umsehen:
https://ichbestimmeselbst.de/index.php/download-2/
Ich höre aber lieber zu
Wenn Sie gelegentlich lieber hören als lesen, legen wir Ihnen den Podcast der SKM-Betreuungsvereine in Baden-Württemberg ans Herz. Die Sprecherinnen Katrhin Kaiser und Ulrike Gödecke widmen sich in ihrem Podcast mit dem Namen "Alles über rechtliche Betreuung und Vorsorge" in bisher über 110 Folgen den unterschiedlichsten Aspekten aus dem Betreuungsalltag. Die Folgen haben eine Länge von 20 - 30 Minuten. Der Link zum Podcast:
https://www.podcast.de/podcast/1058181/alles-ueber-rechtliche-betreuung-und-vorsorge
Digitale Vorlagen, Checklisten und Musterbriefe
Der erste Anlaufpunkt für alle offiziellen Formulare wie Vermögensübersicht, Rechnungslegung, Anfangs- und Jahresbericht ist der Downloadbereich des jeweiligen Amtsgerichts. Dort findet man pdf-Dateien, die man bequem am PC öffnen, ausfüllen und speichern kann. Beispielhaft sei hier wieder der Link zur entsprechenden Website des Betreuungsgerichts Nördlingen eingefügt:
https://www.justiz.bayern.de/gerichte-und-behoerden/amtsgerichte/noerdlingen/verfahren_04.php
Mit der BayernID...
Mit der BayernID (), lassen sich ausgefüllte Dokumente auch über den "Elektronischen Rechtsverkehr" übermitteln. Über die BayernID, als digitales Kommunikationsmittel, werden wir im nächsten Newsletter ausführlich berichten.
Verschiedenste Musterbriefe für die schriftliche Kommunikation mit Behörden und anderen Institutionen, aber auch Checklisten und Pläne für den eigenen Gebrauch im Betreuungsalltag enthalten die Arbeitshilfen für ehrenamtliche Betreuerinnen und Betreuer aus dem Walhalla-Fachverlag. Diese Vorlagen liegen als rtf-Dateien vor und können somit in allen Textverarbeitungsprogrammen geöffnet, bearbeitet, angepasst und gespeichert werden. Je nach genutztem Programm kann es jedoch da und dort bei der Eingabe zu Verschiebungen im Layout zu kommen, da die Dateien offenbar für die Nutzung in Word optimiert sind.
Mit folgendem Link gelangen Sie zur kostenpflichtigen Version der Arbeitshilfen:
Hinweis:
Die Betreuungsstellen der bayerischen Landkreise geben den Aktivierungscode an neue ehrenamtliche Betreuerinnen und Betreuer aus, mit dem die Arbeitshilfen kostenlos freigeschaltet werden können. Mithilfe einer Schritt-für-Schritt-Anleitung können Sie in wenigen Minuten ein Kundenkonto beim Walhalla-Verlag anlegen und anschließend die Aktivierung vornehmen. Danach können Sie in der Walhalla-Online-Bibliothek jederzeit (bis vorerst 1.10.2027) auf die Dokumente in den Arbeitshilfen zugreifen.
Betreuungssoftware für Ehrenamtler/innen
Um den Papierverbrauch zu reduzieren und die Ordnerreihen im eigenen Regal in Grenzen zu halten, bietet sich die Nutzung von spezieller Betreuer-Software an. Dort lassen sich alle Daten rund um die Betreuten und deren Netzwerk (von Familienangehörigen bis zu Ansprechpartnern bei Behörden oder Versicherungen) sowie alle Details zur Betreuungsführung festhalten und übersichtlich darstellen. Auch Termine und Vorgänge bleiben beispielsweise durch die Wiedervorlagefunktionen der Betreuungssoftware stets im Blick. Erhaltene Dokumente können in eingescannter Form in der Software hinterlegt werden.
Folgende kostenlose bzw. kostengünstige Programme eignen sich auch für ehrenamtliche Betreuer/innen mit wenigen Betreuten:
Die Software "Betreuung §BtG" von Plesoft ist besonders interessant für ehrenamtliche Betreuer/innen, denn die Demoversion mit vollem Funktionsumfang steht für bis zu 10 Klienten kostenlos und zeitlich unbegrenzt zur Verfügung. E-Mail- und Banking-Möglichkeiten sind prinzipiell eingebunden - für automatisierte Bankingvorgänge muss man allerdings spezielle (kostenpflichtige) Banking-Software nutzen. Bei den ersten Schritten mit der Software helfen kostenlose Videos: https://www.plesoft.de/schulung/videos/
Daneben bietet Plesoft einmal im Vierteljahr kostenlose Online-Kennenlernseminare (nächste Termine im Jahr 2026: 17.9. und 17.12., jeweils von 16 - 17:30 Uhr) und kostenpflichtige Seminare zu speziellen Aspekten der Softwarenutzung an. Mehr Informationen und der Download sind hier zu erhalten: https://www.plesoft.de/software/betreuung-btg/
BdB@work Ehrenamt: Die reduzierte Version der bekannten Betreuungssoftware ist für Ehrenamtler kostenlos und (laut Homepage) zeitlich unbegrenzt zu nutzen. Ein kostenloses Webinar gibt allen Interessierten einen ersten Überblick über die wichtigsten Funktionen der Software. Der nächste Termin findet am 25.8.2026 von 10 - 11:15 Uhr statt. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich. https://www.datensysteme.de/atwork/ehrenamt
kBetreuungsmanager: Die Basisversion ist kostenlos und zeitlich unbegrenzt für bis zu 8 Klienten nutzbar. Anders als die Vollversion enthält die Basisversion keine Schnittstelle zum Online-Banking. Auch können in der Basisversion keine Klienten gelöscht werden. Alternativ kann man sich (nach dem ersten Ausprobieren) für die Vollversion mit einer Lizenzgebühr von 49 € für 24 Monate entscheiden. Von der Homepage kann man ein Benutzerhandbuch zum Kennenlernen und Anwenden der Funktion herunterladen.
https://kbetreuungsmanager.knetsoft.de/
BT Professional: Diese Software kann 120 Tage kostenlos getestet werden. Danach kann man auf die Ehrenamtsversion zum Preis von 5,95 €/Monat für max. 12 Klienten umsteigen. Eine Schnittstelle zum Online-Banking (StarMoney) kann für 6,55 €/Monat hinzugebucht werden: (Der Testzeitraum für das Online-Banking beträgt nur 30 Tage.)
https://www.bt-professional.de/preise.php
Wir wollen sie ermutigen...
Wie oben erwähnt, können Sie die Programme unverbindlich und kostenfrei herunterladen und ausprobieren. So verschaffen Sie sich einen Einblick in die softwarebasierte Betreuungsführung und können beurteilen, ob Ihnen die Verwaltung aller Daten an einem digitalen Ort entgegenkommt. Bei allen genannten Programmen können Sie bei Fragen kostenfreie Service-Hotlines kontaktieren.
Für professionelle Zwecke werden oft komplexere, teils KI- und auch Cloud-basierte Programme eingesetzt. Im Büro des SKM Donau-Ries kommt die Betreuungssoftware Butler zum Einsatz, die Schnittstellen zum Online-Banking und zum E-Mail-Postfach bereithält und die Daten von eingescannten Dokumenten direkt einlesen und verarbeiten kann. Es handelt sich um eine sehr effektive, aber auch besonders umfassende Software. Zwar wird die Software auch für Ehrenamtler/innen beworben, aber zum einen erfordert die Einarbeitung in die Software und die Entwicklung von Routine viel Zeit und zum anderen übersteigt der Ehrenamtstarif bei weitem die Aufwandsentschädigung.
Caritas Chatbot zur Grundsicherung
Pünktlich zum 1.Juli startet der Caritas-Chatbot zum Thema Grundsicherung in überarbeiteter Form: technisch schneller und inhaltlich auf dem neuesten Stand.
Screenshot
Der Chatbot ist ein gemeinsames Projekt von Caritas Nordrhein-Westfalen und dem Deutschen Caritasverband. Er beantwortet die 400 häufigsten Fragen zu Grundsicherung, Wohngeld, Kinderzuschlag, Unterhaltsrecht und Kosten der Unterkunft. Es werden Begriffe wie "Bedarfsgemeinschaft" oder "Regelbedarfsstufe" erklärt.
Verfügbar ist der Chatbot in elf Sprachen, darunter arabisch, ukrainisch und türkisch.
https://ki-chat.das-steht-dir-zu.de
Quelle: Neue Caritas Juli 26
Mit unserem Artikel wollten wir für Sie die Vielfalt der digitalen Hilfsmittel für ehrenamtliche Betreuer/innen beleuchten und Sie zum Einstieg in ihre Nutzung ermutigen.