Bundesweiter Caritas-Sonntag und Caritas-Herbstkampagne "Zusammen geht was" mit Festgottesdienst eröffnet
Augsburg, 27.09.2026 (pca). Der bundesweite Caritas-Sonntag, der die Caritas-Herbstsammlungswoche folgt, ist eröffnet. Bischof Dr. Meier würdigte zu Beginn des Festgottesdienstes die Caritas mit besonderen Worten der Wertschätzung: "Die Caritas ist nicht nur eine Organisation, sie ist eine Haltung, die viele Tausende ehren- und hauptamtliche Mitarbeitenden der Caritas leben, die es Gott nach tut."
Mit diesem festlichen Gottesdienst mit Bischof Dr. Bertram Meier und einer Vielzahl von Geistlichen aus der Caritas und dem Bistum endeten gleichzeitig die Augsburger Caritas-Aktionstage, die unter dem Motto "Zusammen geht was. Caritas verbindet Generationen." mit dem Festakt zur Ehrung von Bundeskanzlerin a. D. Dr. Angela Merkel begonnen und dann einen öffentlichen Höhepunkt mit dem Caritas-Familienfest in der Augsburger Innenstadt erreichte.
Dem Augsburger Diözesanbischof ging es in seiner Predigt im Festgottesdienst nicht nur um den sozialen Dienst in der Beratung, Pflege, Begleitung und den vielen Einrichtungen zur Unterstützung von Menschen in Not. "Wir wollen ein bewusstes und spürbares gesellschaftliches Gegengewicht sein zu den weit-verbreitenden Tendenzen von Abwertung, Abgrenzung und Abschottung."
So warb er für die Anerkennung der Mitarbeitenden der Caritas. "Gerade heuten- nicht nur in diesem
Zahlreiche Geistliche aus der Caritas und des Bistums feierten gemeinsam mit dem Augsburger Bischof Dr. Bertram Meier (Mitte) den bundesweiten Eröffnungsgottesdienst des Caritas-Sonntags im Augsburger Dom.Annette Zoepf
bundesweiten Eröffnungsgottesdienst - sollen wir voller Freude und Dankbarkeit unseren Blick einmal bewusst auf die Menschen lenken, die kaum oder gar nicht in den Medien auftauchen, die es aber, Gott sei Dank, zu Tausenden in unserem Land gibt: Menschen, die anpacken, wo eine Hand gebraucht wird." In seinem Lob verwies er auf die Gaben in der Caritas. Sie seien Menschen, die hinsehen, wo das Wahrgenommenwerden schon Menschenwürde stärkt, die selbst den leisesten Hilferuf verstehen, weil sie sozial sensibel sind". Gleichzeitig zeigten sie ihre Haltung dadurch, dass sie für eine Sache zu kämpfen und auf die Straße zu gehen bereit sind und mit ihrem Fachwissen es schaffen, die andere wachzurütteln. Die Arbeit der Caritas dürfe dabei nicht als Arbeit von Spezialisten für Menschen in Not betrachtet werden. Die Caritas-Haltung, die sich in einem freundlichen Blick, bei einer einladenden Geste oder einer aufmerksamen Nachfrage zeige, diene allen Menschen auch in ihrem Alltag: ",Wie gut tut uns dies, wenn wir uns fremd, übersehen, allein, erschöpft und benachteiligt fühlen!"
Bischof Dr. Meier gab deshalb allen Mitarbeitenden der Caritas, ob sie im Augsburger Dom den Festgottesdienst mitfeierten oder per Livestream daran teilnehmen, vier kurze kurze ‚Mutmachsätze‘ auf ihren Weg. "1. Gib nicht zu früh auf. 2. Such Dir Verbündete. 3. Geh auch unkonventionelle Wege. 4. Lass Dich nicht beirren."
"Zusammen geht was.", das gelte es im Leben zu beherzigen. Das brachte auch das neue Lied von Pater
Pater Norbert Becker, der bekannte Komponist moderner geistlichen Liedgutes, schuf eigens für die Caritas-Kampagne 2026 das Lied „Zusammen geht was.“Eva Großkinsky
Norbert Becker zum Ausdruck. Er hatte es aus der bundesweiten Eröffnung der Caritas-Aktionstage eigens komponiert und getextet. Die Caritas und die Kirche könnten viel erreichen. "Wir halten zusammen, wir achten einander, legen los und verändern die Zeit", heißt es in aller Deutlichkeit im Refrain.
Augsburgs Oberbürgermeister Dr. Florian Freund bedankte sich am Ende des Gottesdienstes dafür, wie sehr die Caritas die Stadt in den vergangenen Tagen in den Mittelpunkt des Interesses gerückt habe. Die Kirchen, Caritas und Diakonie sollen sich gewiss sein, dass Augsburg an ihrer Stadt in dem Bemühen für einen guten Zusammenhalt an ihrer Seite ist. "Wir pflegen hier unsere Tradition, dort Brücken zu bauen, wo andere spalten." Ausdrücklich dankte er als Politiker den beiden Wohlfahrtsverbänden für ihre "Augsburger Thesen für einen solidarischen Staat". Politiker müssten immer wieder daran erinnert werden, worauf es ankommt. Caritas und Diakonie gelte auch der Dank dafür, dass sie "in vorbildlicher Weise den Zusammenhalt vorleben".
Schließlich sprach die Präsidentin des Deutschen Caritasverbandes Eva Maria Welskop-Deffaa die entscheidenden Worte für die Eröffnung des Caritas-Sonntags und damit der Caritas-Herbstkampagne. "Zusammen geht was. Das müssen wir alle beherzigen, wenn wir die Herausforderungen der Zukunft gut bewältigen können wollen."