Augsburger Diözesan-Caritasdirektor: "Wir müssen uns gegenseitig unter die Arme greifen"
Schwabmünchen / Augsburg, 21.06.2026 (pca). Der Rotstift der Politik macht den Wohlfahrtsverbänden große Sorgen. Der Augsburger Diözesan-Caritasdirektor Diakon Markus Müller hat nun davor gewarnt, dass gute und gemeinsame Lösungen "niemals allein mit einer Excel-Tabelle gefunden werden können".
Er warb bei der 50-Jahrfeier des Caritasverbandes Schwabmünchen e. V. in der Schwabmünchener Stadthalle am Samstagabend stattdessen dafür, "sich gegenseitig unter die Arme zu greifen". Die Schwachen an den Rand zu drängen, sei der falsche Weg. "Wir sind nur so stark in einer Gesellschaft, wie stark der Schwächste unter uns sein kann", gab er als Richtschnur für die Reformen vor.
Diözesan-Caritasdirektor Müller warb dafür, den Blick nicht allein auf die vielen Einzelfallhilfen der Caritas wie z.B. in Schwabmünchen mit deren ambulanten und stationären Dienste, der Tafel, der Kleiderkammer "Die Klamotte" und das Netzwerk Integration zu beschränken. "Die Caritas hat einen gesamtgesellschaftliche wie auch eine volkswirtschaftliche unersetzliche Bedeutung. Durch die gelebte Solidarität für Gerechtigkeit in der Gesellschaft übernimmt sie auch Verantwortung für den gesellschaftlichen Frieden", sagte Müller.
Diese übergeordnete Bedeutung der 170 hauptamtlichen und 380 ehrenamtlichen Mitarbeitenden des Caritas-Netzwerkes in Schwabmünchen und Umgebung würdigte der Augsburger Diözesan-Caritasdirektor auch im Namen des Augsburger Bischofs Dr. Bertram Meier mit den Worten: "Ihnen allen Danke dafür, dass Sie Kirche lebendig und nahbar machen. Ich verneige mich vor Ihnen."