Fallstudien

Case Studies

The case studies make up a small part of the Transnational Exchange III project only. Since the project focuses on exchange regarding voluntary return of vulnerable people, the case studies (qualitative approach) shall bring further insight into the reintegration process and challenges for vulnerable returnees in particular. The Transnational Exchange III project provides, therefore, a reintegration budget up to 2500€ for vulnerable returnees. The return and reintegration is to be organized in direct consultation with the reintegration partners. They will monitor the reintegration process as well. Six return target countries have been chosen. Cooperation agreements with partners in the respective countries of return are in place. The reintegration budget, however, is only accessible for (former) asylum seeker in certain federal states in Germany. That is why the further description and the application process will be described in German. The findings of the case studies will be published in English at the end of the project.


Fallstudien: Reintegrationsförderung für schutzbedürftige Rückkehrer

Das Projekt Transnationaler Austausch III zielt darauf ab, Rückkehrberater auf europäischer Ebene zu vernetzen. Der Fokus des Projekts liegt auf dem Informationsaustausch zur Beratung von besonders schutzbedürftigen Rückkehrern. Um weitere Erkenntnisse diesbezüglich zu gewinnen, soll der Beratungsprozess vor der Ausreise wie auch die Reintegration von einigen schutzbedürftigen Rückkehrern gefördert, dokumentiert und evaluiert werden. Die Informationen werden qualitativ ausgewertet und in der letzten Transnationaler Austausch III Broschüre veröffentlicht. 
Ziel: Unterstützung von schutzbedürftigen Rückkehrern in ihren Heimatländern für eine langfristige Reintegration in Zusammenarbeit mit Reintegrationsorganisationen vor Ort durch die Bereitstellung zusätzlicher finanzieller Mittel

Laufzeit:  Januar 2017– Dezember 2017 (Beantragungs- und Ausreisezeitraum)
Zielländer: Libanon, Russische Föderation einschließlich Tschetschenien, Äthiopien, Ukraine, Ghana und Indien
Förderhöhe: maximal 2500€ pro Fall (1 Person (pro Familie))

Wer ist für die finanzielle Förderung zulässig?
1. Antragstellung durch eine Beratungsstelle oder Behörde aus dem IntegPlan-Verbund (BW, BY, HB, HE, NI, NW, ST)
2. Erfüllen der Förderfähigkeitskriterien von REAG/GARP (die Vorbereitungskosten wie auch die tatsächlichen Flugkosten werden nicht von dem Transnationalen Austausch III Projekt getragen)
3. Der Rückkehrer weist mindestens ein Schutzbedürftigkeitskriterium auf (im Folgenden nicht abschließend genannt): 
- Unbegleitete Minderjährige
- Alleinerziehende Personen
- Ältere Personen
- Schwangere
- Personen mit körperlichen oder geistigen Behinderungen
-  Personen mit körperlichen oder psychischen Erkrankungen
- Personen mit absehbar erschwerter Reintegration aufgrund von Analphabetismus, wenig oder keiner schulischen Ausbildung und dem Mangel an sozialen Netzwerken
- Traumatisierte Personen
- Opfer sexueller, körperlicher oder psychischer Gewalt
- Minderheitenangehörige, die nach der Rückkehr Verfolgung oder Diskrimination aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe erfahren
- Frauen, die in der Gefahr stehen, Opfer von Genitalverstümmelung, Zwangsehe, Arbeitssklaverei oder Prostitution zu werden
- Alleinstehende Frauen ohne familiäre Einbindung (in speziellen Ländern)

Welche Reintegrationsförderungen können beantragt werden?
- Überbrückungshilfe
- Existenzgründung
- Unterbringungskosten
- Arbeitsvermittlung (Bezuschussung der ersten Gehälter in Absprache mit dem Arbeitgeber)
- Finanzielle Aufwände in Bezug auf schulische oder berufliche Ausbildung
- Medizinische Versorgung

Wie kann die Förderung beantragt werden?
Der Rückkehrberatende nimmt zuerst telefonisch Kontakt zu den Mitarbeitenden des Transnationalen Austauschs III oder zu Nina Hoferichter, Micado Migration/Projekt IntegPlan, auf (hier erfolgt eine enge Zusammenarbeit: die Kosten der Bearbeitungsgebühren der Reintegrationspartner übernimmt das Projekt IntegPlan im Rahmen der Einzelfallförderung, die Reintegrationshilfe wird über das Projekt Transnationaler Austausch III finanziert). Eine Förderungskombination aus ERIN und der Reintegrationsförderung von dem Projekt Transnationaler Austausch III ist nicht möglich.
Im telefonischen Kontakt erfolgt eine erste Einschätzung der Förderfähigkeit. Im Anschluss stellt der Rückkehrberatende schriftliche Anträge bei TransIII/IntegPlan. Die Förderbewilligung erfolgt schriftlich nach Prüfung des Antrags und der notwendigen Nachweise. Es besteht keinerlei Rechtsanspruch auf die Reintegrationsförderung. Die Förderung läuft aus, sobald das vorgesehene Budget ausgeschöpft ist – unabhängig von der Laufzeit.