Die Caritas

Ein Blick in die Geschichte ...

Die Sorge und der Dienst für Menschen in den unterschiedlichsten Nöten der jeweiligen Zeit ist im Bistum Augsburg seit den Anfängen (4. Jahrhundert) mit eindrucksvollen Persönlichkeiten verbunden. Erinnert sei an die Bischöfe Simpert (8. Jahrhundert) und Ulrich (10. Jahrhundert) oder auch an die Geistlichen Dominikus Ringeisen (1835 bis 1884) und Johann Evangelist Wagner (1807 bis 1886) mit ihrem Engagement in der Behindertenhilfe.

Nachdem bereits 1897 der Deutsche Caritasverband von Lorenz Werthmann gegründet wurde, bekam auch die Caritas im Bistum Augsburg mit der Gründung des Caritasverbandes für die Diözese Augsburg e.V. am 16. März 1921 eine verbandliche Struktur.

"Im Laufe seiner Geschichte ist der Diözesancaritasverband dank des tatkräftigen Engagements von zahlreichen Frauen und Männern aus kleinen Anfängen und eigenständigen Initiativen zu einer differenzierten Organisation gewachsen." So heißt es im Vorwort "Unser Leitbild" aus dem Jahr 2001.

1921 - heute

1921

Diözesancaritasdirektor Prälat Johannes NarDiözesancaritasdirektor
Prälat Johannes Nar.

16. März: Gründung des Diözesancaritasverbandes, Vorsitzender wurde Domkapitular Prälat Magnus Niedermaier, erster Geschäftsführer (Diözesancaritasdirektor) wird der Diözesan-Jugendsekretär Johannes Nar. Ortscaritasausschüsse und eine Caritasfachbücherei werden gebildet; die Caritas ist Herausgeberin der Kirchenzeitung mit einer Auflage von 6000 Exemplaren.

 

 

 

 

1922

Die Diözesanorganisation und die Pfarrcaritasausschüsse werden ausgebaut. Am 15. Mai verstirbt Prälat Niedermaier. Nachfolger wird Domkapitular Johann Evangelist Deller.  

1923

Gründung der Vereinigung für Familienhilfe und Beginn der Müttererholung. 

1925

Seit Juli hat der Caritasverband in Bayern das Recht zu öffentlichen Sammlungen.  

1926

Der Erweiterungsbau des Ulrichsheims wird eingeweiht. Der Caritasverband bezieht sein neues Bürohaus in der Volkhartstraße 9. 

1927

Mit dem Erscheinen des "Katholischen Sonntagsblattes für das Bistum Augsburg" wird die Herausgabe der eigenen Kirchenzeitung eingestellt. Der Verein Katholische Trinkerheilstätte e.V. wird gegründet. 

1928

Das Johannesheim Meitingen wird als Trinkerheilstätte eröffnet.  

1929

Gründung des Vereins "Elisabeth-Heim" zur Schaffung eines Müttererholungsheimes in Utting, das Ende Oktober als erstes bayrisches katholisches Müttererholungsheim eröffnet wird. Neu errichtet wird u.a. auch das Notburgaheim in Westheim. 

1930

Bischof Maximilian von Lingg stirbt. Sein Nachfolger Josef Kumpfmüller schreibt in sein Wappen "Caritas Christi urget nos". Prälat Deller tritt als erster Vorsitzender zurück, Nachfolger wird Domkapitular Wendelin Weber. 

1931

Im Ulrichsheim Augsburg richtet der Caritasverband ein Wandererheim ein. Wilhelm Renz errichtet das Emmaus-Heim für Wanderer mit Arbeitsstätte und ein Altersheim in Gundelfingen. 

1932

Gründung des Katholischen Heimatwerkes für freiwilligen Arbeitsdienst; Bildung des Diözesanrates für das Anstaltswesen. Die zunehmende Not zwingt dazu, in 192 Speisungsstellen 2.617000 Essensportionen auszugeben. 

1935

Das Bistum Augsburg erzielt das beste Sammlungsergebnis in Deutschland mit 14,8 Pfennig pro Katholik. Die Caritas betreut die vom Reichsarbeitsdienst zurückkehrenden jungen Menschen. Ab November sind die Lebensmittelsammlungen der Caritas sowie die öffentlichen Sammlungen verboten. 

1936

Die staatlichen Repressalien werden immer schärfer. In einem Hirtenwort erklären die Deutschen Bischöfe: "Wir können nicht begreifen, dass man den mildtätigen segnenden Arm der Caritas immer mehr verkürzt und die katholischen Schwestern von den Krankenbetten und aus den Kindergärten verdrängt."  

1937

Caritaspräsident Dr. Kreutz sammelt in Freiburg in der "Reichsgemeinschaft freier Caritasschwestern" jene Schwestern, die sich nicht an die NS-Schwesternorganisation anschließen wollten.  

1938

Die Sammlungstätigkeit der Caritas muss sich auf den kirchlichen Raum zurückziehen. 

1939

Staatliches Verbot des katholischen Bahnhofdienstes. Bischof Josef Kumpfmüller beauftragt den Caritasverband mit dem katholischen "Seelsorgedienst". Caritaspublikationen müssen ihr Erscheinen wegen Papiermangel einstellen. Das Caritaswerk umfasst im September 1939 folgende Einrichtungen: 164 geschlossene Anstalten mit 12.200 Betten, 82 Kindergärten, Krippen und Horte mit 4.500 Plätzen, 102 Nähschulen und Nähstuben, 154 ambulante Krankenpflegestationen mit 440 Krankenschwestern und 69.000 Mitgliedern, 28 Anstalten standen mit 436 Schwestern und Brüdern mit 3530 Betten für Lazarett- und Krankenhauszwecke zur Verfügung;

1940

Domkapitular Dr. Albert Vierbach übernimmt den Vorsitz des Caritasverbandes von Prälat Wendelin Weber. Die Caritas beginnt mit der Seelsorgehilfe für Gefangene aus Polen und der Tschechei in 20 Lagern im Bistum Augsburg. Das "Elisabeth-Heim" Utting wird zwangsweise zu einem Kinderkrankenhaus für Umsiedler umgewandelt. 

1942

Der Caritasverband übernimmt die Diözesanmeldestelle für die "Wandernde Kirche".  

1943

Die Caritas hat den Auftrag, sich um die "nicht-arischen" Katholiken zu kümmern. Die Caritas hat noch 76 Anstalten mit 8792 Betten, 77 Kindergärten und 24 Nähschulen. 

1944

Nach verheerenden Bombenangriffen auf Augsburg sind 120.000 Menschen obdachlos. Zwei Drittel der Stadt sind zerstört. In Altersheimen kann nicht mehr geheizt werden.  

1945

Infolge eines Bombenangriffs brennt das Caritashaus in der Volkhartstraße 9 bis auf die beiden unteren Stockwerke aus. Nach der Besetzung Augsburgs durch die Amerikaner schließen sich Caritas und Innere Mission zur Arbeitsgemeinschaft der kirchlichen Wohlfahrtspflege zusammen. Sie beginnen mit dem Bahnhofsdienst (bis Ende des Jahres werden 33000 Menschen betreut) und den Speisungen. Konstitution der Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege zwischen Caritasverband, Innerer Mission, Rotem Kreuz und dem Wohlfahrtsamt der Stadt Augsburg. Der Caritasverband richtet einen kirchlichen Vermissten- und Suchdienst ein. Zur Instandsetzung der vielen zerstörten Wohnungen wird ein Verein "Christliche Wohnungshilfe" gegründet. 

1946

Die "Christliche Wohnungshilfe" beschließt den Bau von zwei Auffanglagern mit 4200 Betten. Der Caritasverband übernimmt die Ausstattung und Betreuung. Die Caritas verteilt Hilfsgüter, die aus aller Welt gespendet werden. Stadtkaplan Hermann Lutz tritt als Caritassekretär in den Dienst der Caritas. Er ist besonders für die Betreuung der Kriegsgefangenen zuständig. 

1947

Seit Kriegsende wurden 29 Anstalten neu gegründet. Die Zahl der ambulanten Stationen ist von 159 auf 205 gestiegen, in ihnen leisten 411 Schwestern ihren Dienst. Im Juni 1947 verfügt die Caritas über 28 Kreiscaritasstellen und 8 Caritassekretariate in den Städten.

1949

Bischof Dr. Joseph Kumpfmüller stirbt am 09. Februar. Papst Pius XII. ernennt den Hochschulprofessor Dr. Joseph Freundorfer zum Bischof von Augsburg. Gründung des bayrischen Jugendplanes und des bayrischen Jugendsozialwerkes. 

1950

Das Jugendwohnheim St. Canisius wird für heimatlose Jugendliche in Berufsausbildung in der Haunstetter Straße in Augsburg erstellt.  

1951

Das Ulrichsheim Augsburg wird erweitert. Zur Linderung der Hochwassernot in Italien unterstützt der Caritasverband das Italien-Hilfswerk.  

1952

25 Jahre nach der ersten Veröffentlichung der "Augsburger Caritasstimmen ", die der NS-Zensur zum Opfer gefallen sind, kommt das neue "Caritas-Werkblatt für das Bistum Augsburg" heraus. Gründung des Katholischen Lagerdienstes (KLD ) aus dem Referat Vertriebenenhilfe des Deutschen Caritasverbandes.  

1953

13 neue Kindergärten entstehen und weitere 17 sind im Bau. Eröffnung der ersten Psychosozialen Beratungsstelle im Bistum in der Stadt Augsburg. 

1955

Die Jahrtausendfeier des Hl. Ulrich begeht der Caritasverband mit einem Krankentag und einer Armenspeisung. Seit Kriegsende wurden 46 Kindergärten neu eingerichtet, wobei 73 % der Kosten aus Eigenmitteln bestritten wurden.  

1956

An 17 Kursen für häusliche Krankenpflege nehmen 490 Personen teil. Aus den USA treffen weitere Hilfssendungen ein. Die eigene Sammlung ergibt 14.500 Zentner Kartoffel und 4.300 Zentner Getreide. Die Caritas betreut 384.137 Menschen, davon in der offenen Fürsorge 274.000, 13.500 in Kindergärten, 65.000 in Heimen und 31.700 in häuslicher Krankenpflege.  

1957

Einweihung des Müttererholungsheimes St. Maria in Wertach und des Frauenwohnheimes St. Mechthild in Augsburg.  

1960

Der Caritasverband beginnt mit dem Bau des Caritasaltenheims am Caritasweg. 13 große Schulungskonferenzen erreichen 933 hauptberufliche Mitarbeiter, Erziehungskräfte, Krankenschwestern, Fürsorgerinnen und Anstaltsleiter.  

1962

Wegen der allgemeinen Schwesternnot ist die Anzahl der ambulanten Krankenpflegestationen auf 141 gesunken. Das Altenheim St. Josef in Oberreute wird erworben. 

1963

Am 11. April stirbt Bischof Dr. Joseph Freundorfer. Im Oktober wird Subregens Dr. Josef Stimpfle von Papst Paul VI. zum neuen Bischof von Augsburg ernannt. In diesem Jahr beginnt mit einer sozialpädagogischen Fachkraft die Fachberatung für die Kindertagesstätten. 

1964

Am 1. Dezember stirbt Infolge eines Autounfalls Caritasdirektor Prälat Johannes Nar.

1965

Diözesancaritasdirektor Prälat Hermann LutzDiözesancaritasdirektor
Prälat Hermann Lutz

Bischof Dr. Josef Stimpfle ernennt Hermann Lutz zum neuen Diözesancaritasdirektor. Das Speisungswerk teilt 68.734 Essensportionen aus, davon 48.424 an Kindergärten.

 

 

 

 

 

 

1967

In Neu-Ulm wird das Caritasaltenheim Albertus-Magnus mit 140 Plätzen eröffnet. Die Zahl der Kindertagesstätten und halboffenen Einrichtungen erhöht sich auf 210. Das Katholische Diözesan-Altenwerk wird gegründet.  

1968

Die Sammlung für die Hungersnot in Biafra erbringt 781.063,97 DM. Die Auswanderungsberatung betreut nahezu 1000 Klienten. Die Arbeit in den "Beschützenden Werkstätten" für Behinderte in Augsburg beginnt.  

1969

Einrichtung eines regelmäßigen Pressedienstes (PCA). Die Ulrichswerkstätten betreuen mittlerweile 24 behinderte Menschen. 

1970

Domkapitular Msgr. Rudolf Schmid löst Dompropst Dr. Albert Vierbach als 1. Vorsitzenden ab. Die Beratung ausländischer Arbeitnehmer besonders aus Italien, Spanien und Portugal und die Schaffung von sozialen Beratungszentren nehmen weiter zu. 

1971

Der Caritasverband übernimmt die Verwaltung der Stiftung "Pflegeanstalt Schweinspoint" mit 242 Pflegebedürftigen. 

1972

In Oberreute wird ein Familienferienheim für 55 Personen eröffnet. Die Bahnhofsmissionen in Augsburg und Kempten wurden von 29.026 Personen in Anspruch genommen. 

1973

In Peißenberg werden das Caritas-Altenheim St. Ulrich für 130 Senioren eingeweiht und eine Psychosoziale Beratungsstelle in Kempten eröffnet. Der Caritasverband übernimmt das Emmausheim und das Altenpflegeheim St. Michael in Gundelfingen.

1974

Der Caritasverband übernimmt das Altenpflegeheim Schloss Straß und gliedert es der Stiftung Schweinspoint an. 

1976

Nach Abschluss der Umbauarbeiten stehen in den Ulrichswerkstätten 300 Arbeitsplätze für Behinderte zur Verfügung. In Königsbrunn geht das Caritasaltenheim St. Hedwig mit 108 Plätzen für Senioren in Betrieb. 

1978

Unter Mithilfe der Diözese zieht der Diözesancaritasverband mit all seinen Dienststellen in das neue Caritashaus Auf dem Kreuz 41 ein. 

1979

Das Haus St. Simpert wird nach der Renovierung als Langzeit-Wohnheim für 40 behinderte Menschen bezogen. Der Sozialpsychiatrische Dienst wird in Augsburg eröffnet.  

1981

Das Jugendwohnheim St. Ulrich im Caritasweg in Augsburg wird zu einem Wohnheim für 55 Behinderte umgebaut. In Aichach nehmen die Ulrichswerkstätten eine Werkstätte mit 120 Plätzen in Betrieb. Eröffnung einer Psychosozialen Beratungsstelle in Donauwörth und eines Sozialpsychiatrischen Dienstes in Günzburg. Karl-Heinz Zerrle tritt als Caritaspfarrer seinen Dienst an. 

1982

Trotz Kriegsrecht unterstützt die Caritas polnische Bistümer mit über 500 Tonnen Hilfsgütern. In Günzburg, Lindau und Füssen werden Psychosoziale Beratungsstellen eröffnet.  

1983

Das Altenpflegeheim St. Wolfhard (ehemaliges Ostkrankenhaus) in Augsburg wird in Erbpacht vom Caritasverband übernommen. Nach Umbau bietet es Platz für 65 Senioren. In Oberstaufen wird das Altenheim St. Elisabeth mit 90 Plätzen eingeweiht. 

1984

Caritaspfarrer Karl-Heinz Zerrle wird zum 2. Caritasdirektor ernannt. In Landsberg wird ein Sozialpsychiatrischer Dienst eröffnet. 

1985

Die Außenstelle der Ulrichswerkstätten in Schwabmünchen wird eingeweiht und in Augsburg eine Gärtnerei geschaffen. Als Modellprojekt eröffnen die Ulrichwerkstätten eine Förderstätte für 40 schwerstbehinderte Menschen. 

1987

In Donauwörth wird ein Sozialpsychiatrischer Dienst eröffnet.  

1988

Eine Caritas-Aidsberatungsstelle in Augsburg wird eingerichtet.  

1990

Diözesancaritasdirektor Prälat Karl-Heinz ZerrleDiözesancaritasdirektor
Prälat Karl-Heinz Zerrle

Nach 44 Dienstjahren übergibt Caritasdirektor Prälat Hermann Lutz sein Amt an Domvikar Karl-Heinz Zerrle. Das Schulhaus in Oberbernbach wird zum Umbau in ein Behindertenwohnheim erworben. Die Behindertenbegegnungsstätte St. Radegundis in Steppach und die Behindertenwerkstätte Albertus Magnus in Günzburg werden eingeweiht. Im Emmausheim Gundelfingen wird eine neue Behindertengärtnerei in Betrieb genommen. Der Caritasverband eröffnet eine Schuldnerberatungsstelle in Augsburg.

 

 

1991

Die Umwandlung der Kreisstellen des Diözesancaritasverbandes in rechtlich eigenständige Kreiscaritasverbände ist abgeschlossen. Das Behindertenwerk Schweinspoint wird als kirchliche Stiftung des öffentlichen Rechts unter dem Namen Behindertenwerk St. Johannes selbständig. 

1992

Rücktritt von Herrn Diözesanbischof Dr. Josef Stimpfle. Der ehemalige Abtprimas der Benediktiner Dr. Viktor Josef Dammertz OSB wird im Dezember zum Bischof von Augsburg ernannt. 

1993

Der Vorstand fällt den Beschluss, das Altenheim St. Josef und die Familienerholung in Oberreute zu schließen. 

1994

Generalvikar Msgr. Konstantin Kohler wird nach der Entpflichtung von Herrn Weihbischof Rudolf Schmid neuer 1. Vorsitzender. Zur Errichtung einer Werkstätte für Behinderte wird zusammen mit dem Malteser Hilfsdienst ein Teil des ehemaligen Siemens-Geländes an der Haunstetter Straße in Augsburg erworben. 

1995

Weihbischof Josef Grünwald wird zum Bischofsvikar für "Caritas und Soziales" und somit zum 1. Vorsitzenden ernannt. Er löst Generalvikar Msgr. Konstantin Kohler ab. Das Altenheim Antoniushaus wird fertiggestellt. 

1996

Gründung einer Dienstleistungs-GmbH, der CAC Caritas Augsburg Consulting GmbH. Fertigstellung des Altenzentrums St. Georg in Mindelheim. 

1997

100 Jahre IN VIA - Kath. Mädchensozialarbeit in der Diözese Augsburg. Das ehemalige Jugendhaus Don Bosco in Augsburg wird als Wohn- und Förderstätte für behinderte Menschen übernommen.

1998

Auf die Nöte von schwerkranken und sterbenden Menschen reagiert der Caritasverband mit dem Aufbau des Fachgebietes Hospiz. Die Tochtergesellschaften CAB Caritas Augsburg Betriebsträger gGmbH für die stationären Einrichtungen der Alten- und Behindertenhilfe in bisheriger Trägerschaft des Diözesancaritasverbandes und die CSW Caritas Solidarwerk gGmbH werden gegründet.  

1999

Direktor Msgr. Karl-Heinz Zerrle wird zum Landescaritasdirektor gewählt. Die Bungalows der Familienerholung in Oberreute werden verkauft, ebenso das Müttergenesungsheim St. Elisabeth in Utting. 

2000

Diözesancaritasdirektor Msgr. Dr. Peter NeherDiözesancaritasdirektor
Msgr. Dr. Peter Neher

Subregens Dr. Peter Neher wird zum neuen Diözesancaritasdirektor ernannt. Die Trägerschaft der Sozialpsychiatrischen Dienste Landsberg und Neuburg-Schrobenhausen werden an die Kreiscaritasverbände Landsberg und Neuburg-Schrobenhausen übergeben. Für den Diözesancaritasverband wird eine neue Organisationsstruktur erarbeitet und eingeführt. 

 

 

 

2001

Die Kreiscaritasverbände werden Anstellungsträger für ihr Personal. Die Suchtberatungs- und Behandlungsstelle Kaufbeuren wird an den dortigen Caritasverband übertragen. Es erfolgt der Spatenstich zum Bauvorhaben Kitzenmarkt für das Alten- und Pflegeheim St. Verena und die Anlage "Betreutes Wohnen". Das ehemalige Altenheim St. Josef in Oberreute wird verkauft. Die CAC Caritas Augsburg Consulting GmbH wird aufgelöst und deren Geschäftstätigkeit wieder vom Diözesancaritasverband übernommen. Das von Mitarbeitenden erarbeitete Leitbild für den Diözesancaritasverband wird verabschiedet. 

2002

Das neue Caritas-Seniorenzentrum St. Martin in Lindenberg und eine neue Außenwohngruppe der Albertus-Magnus Wohnstätten in Offingen werden eröffnet. Ein verbandsinternes Konzept für Fundraising zur (finanziellen) Mittelbeschaffung wird erarbeitet. Die ersten Schritte der Umsetzung beginnen. 

2003

Das Caritas-Seniorenzentrum St. Verena (Träger CAB Caritas Augsburg Betriebsträger gGmbH) wird in Augsburg eröffnet. Ebenfalls wird im Augsburger Hochfeld die Behindertenwerkstätte der Ulrichswerkstätten Augsburg (Träger CAB) eröffnet. Das Haus St. Mechthild und das Agnesheim, Häuser für Mädchen und junge Frauen, in Augsburg müssen geschlossen werden. Außerdem wird wegen Mittelkürzungen des Bezirks Schwaben und der Krankenkassen der Sozialpsychiatrische Dienst Augsburg-Stadt geschlossen. Der Sozialpsychiatrische Dienst in Neu-Ulm wird mit Günzburg zusammengelegt.

Diözesancaritasdirektor Msgr. Dr. Peter Neher wird zum neuen Präsidenten des Deutschen Caritasverbandes in Freiburg gewählt. Herr Domkapitular Msgr. Peter C. Manz wird zum 1. September 2003 neuer Augsburger Diözesancaritasdirektor. 

2011

Domkapitular Prälat Peter C. ManzDomkapitular Prälat Peter C. Manz

Am 21. Januar 2011 ernennt Augsburgs Bischof Dr. Konrad Zdarsa den Diözesanpriester Pfarrer Dr. Andreas Magg zum Nachfolger von Domkapitular Prälat Peter C. Manz. Für Prälat Manz stand es stets außer Frage, dass dass über die Jahre gewachsene Fachwissen der Caritas als Wohlfahrtsverband der katholische Kirche niemals vom Evangelium gelöst werden dürfe. Daführ hat er sich intern wie extern als Priester und Diözesan-Caritasdirektor eingesetzt. "Klare Leitlinien" in der Sache waren für ihn kein Gegensatz zu einem klaren Leitprofil der Caritas als "dritter Lungenflügel" der katholischen Kirche. "Augenmaß", "sachorientierte Abwägung", "Brückenfunktion" bildeten in Manz' Denken und Handeln keinen Gegensatz zum Auftrag der Caritas, "Anwalt" für die Hilfebedürftigen zu sein. Als Protestpartei hat er nie die Caritas verstanden. Seine Erfahrung lehrte ihn vielmehr: "Wir müssen mit Augenmaß unseren Partnern, dem Bezirk, den Landkreisen und Kommunen begegnen, ohne dabei unseren Auftrag für die Menschen aus den Augen zu verlieren. Ansonsten werden wir nicht ernstgenommen."  

 

Pfarrer Dr. Andreas MaggDiözesan-Caritasdirektor(seit 21.01.2011)Pfarrer Dr. Andreas Magg
Diözesan-Caritasdirektor
(seit 21.01.2011)

Pfarrer Dr. Magg hatte zuvor über drei Jahren im Diözesan-Caritasverband als Direktionsassistent mitgearbeitet. Zuvor war er von 2004 bis 2007 Pfarrer von Ursberg gewesen. Magg wurde am Lehrstuhl für Caritas-Wissenschaften an der Universität Passau über Dominikus Ringeisen, den Gründer des gleichnamigen großen Behindertenwerks, promoviert. Zudem hat er in seiner Zeit als Direktionsassistent den Aufbaustudiengang an der Fachhochschule Weingarten mit dem Master of Businessadministration abgeschlossen. Bei seiner Amtseinführung am 21. Januar 2011 sagte er: "Ich will im Auftrag von meiner Kirche und für meine Kirche die Caritas wie ein guter Bauer zum Wachsen bringen, sie pflegen, die Entwicklung begleiten und planerisch sowie vorausschauend auf die Anfragen der Zeit reagieren".