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Suchtberatung und -krankenhilfe
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"Aus ganz normalen Familien kommen ganz normale Suchtkranke."
Die Gefährdung durch Suchtmittel und stoffungebundene Suchtverhaltensweisen (z.B. Ess-Störungen) ist ein psychosoziales und
sozialmedizinisches Problem ersten Ranges.
Suchtmittel sind alle seelisch wirksamen Stoffe mit einem Abhängigkeitspotential. Viele Suchtmittel werden im alltäglichen
Gebrauch verharmlosend als Genuss-, Anregungs- oder Heilmittel wahrgenommen und genutzt. Diesen Mitteln werden eine Reihe
wichtiger Funktionen zugeschrieben. Die Einstellung zum Gebrauch dieser Mittel hängt von der Bedeutung ab, die ihm in der
jeweiligen Kultur bzw. Subkultur beigemessen wird.
Als Suchtmittel gelten psychisch wirksame Drogen oder Medikamente, die eine psychische und/oder körperliche Abhängigkeit hervorrufen
können: Tabak, Alkohol, Beruhigungs- und Schlafmittel, Anregungs- und Aufputschmittel, Opiate und ähnlich wirkende Substanzen,
Kokain, Bestandteile des indischen Hanfes (Cannabis), Halluzinogene (Sinnestäuschungen hervorrufende Stoffe) und flüchtige
Lösungsmittel.
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Aber auch andere Drogen, die keine Abhängigkeit i.e.S. hervorrufen, können missbraucht werden und erhebliche Folgeschäden
verursachen, z.B. bestimmte Medikamente, die direkt oder als unbeabsichtigte Nebenwirkung psychisch wirksam sind.
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Andere Formen des Suchtverhaltens zeigen sich z.B. in manchen seelisch bedingten Ess-Störungen (Bulimie, Anorexie, Adipositas)
oder im exzessiven Glücksspiel (pathologisches Glücksspiel).
Die Suchtberatung und -krankenhilfe nehmen folgende Aufgaben wahr:
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- Aufklärung, Information, Prävention
- niedrigschwellige Kontaktangebote (z.B. Kontaktläden)
- Mobile Dienste (vereinbarte aufsuchende Beratung, z.B. im Krankenhaus, oder ungezielt aufsuchende Sozialarbeit, z.B. Streetwork)
- Beratung
- ambulante und stationäre Behandlungen, medizinische Rehabilitation
- Nachsorge
- Einbindung der ehrenamtlichen Laienhelfer und der Suchtkrankenhelfer
- aufsuchende Suchtberatung in Vollzugsanstalten
- enge Vernetzung mit den anderen Diensten und Einrichtungen
- Qualitätskontrolle- und sicherung
- Betreutes Wohnen und Wohngemeinschaften
- Fachliche Beratung
- Arbeits- und Beschäftigungsprojekte
- Entwicklung von Selbsthilfe
- Koordinierung
- Deskription von Bedarfen und Konzeptentwicklung
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Wichtiger Bestandteil des Verbundnetzes sind Selbsthilfegruppen. Es besteht ein enger Verbund mit dem Kreuzbund e.V., Selbsthilfegemeinschaft für Suchtkranke und Fachverband des Caritasverbandes. Der Kreuzbund bietet in der Diözese Augsburg
flächendeckend Gruppen an.
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Die Suchtkrankenhilfe fördert die Koordinierung, Vernetzung und die Kooperation mit anderen in der psychosozialen Versorgung
tätigen Diensten und Einrichtungen, um den Ratsuchenden ein umfassendes und abgestimmtes Angebot der verschiedenen Hilfen
zur Verfügung zu stellen. Die Suchtkrankenhilfe arbeitet in einem Verbundsystem mit den anderen Fachdiensten des Caritasverbandes
und den ihm angeschlossenen Fachverbänden zusammen.
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